Medizin Marburg Mitte

Dr. med. Holger Pausch
Facharzt für Neurologie/Psychiatrie und Psychotherapie

Kornelia Pausch-Traud
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Erlenring 9 in 35037 Marburg
Telefon     06421  6 43 43
E-Mail info@neurologie-marburg-mitte.de
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Schlaganfälle

Beschwerden:
Unter einem Schlaganfall versteht man eine plötzlich auftretende Störung des Gehirns, welche nach Art, Ausmaß
und betroffener Region zur Schädigung des Hirngewebes und entsprechenden neurologischen Ausfällen führen
kann.

Ursache ist eine Sauerstoffmangelversorgung durch ein verschlossenes Gefäß oder eine Hirnblutung aus einer
geplatzten Arterie oder eine gestaute Vene.

Die Symptome eines Schlaganfalles können vielgestaltig sein, so können Gefühlsstörungen der Extremitäten,
Sehstörungen, Schwindelbeschwerden sowie Lähmungen und Gangunsicherheit auftreten.

Wir kennen sogenannte Risikofaktoren, die mit einer erhöhten Anfallsgefährdung verbunden sind: Bluthochdruck,
Zuckerkrankheit, erhöhte Blutfette, Rauchen, ferner familiäre Veranlagung und anderes.

Untersuchung:
Erforderlich ist zunächst eine umfassende neurologische Untersuchung, ferner EEG-Ableitung, Ultraschall-
untersuchung der Hirndurchblutung (Doppler/Duplexsonographie) ggf. Ultraschalldiagnostik des Herzens bei
Verdacht auf Embolien. Ferner können bildgebende Untersuchungen (Computer bzw. Kernspintomographie
des Gehirns) erforderlich sein.

Bestätigt sich der Verdacht eines akuten Schlaganfalles, ist eine Klinikseinweisung erforderlich.

Entscheidend ist, dass die Behandlung so früh wie möglich erfolgt, um Folgeschäden zu minimieren. Im Krankenhaus
kann z.B. eine Behandlung zur Blutverdünnung oder zur Auflösung eines Blutgerinnsels durchgeführt werden.

Behandlung:
Der akuten Phase folgt bei schwereren Schädigungen die Phase der Frührehabilitation, gefolgt von der möglicherweise
länger dauernden neurologischen Rehabilitation, in der gezielt cerebrale Ausfallserscheinungen gebessert
werden können. Diese Maßnahmen können stationär oder ambulant durchgeführt werden. Es ist eine fein abgestimmte
Zusammenarbeit verschiedener therapeutischer Disziplinen erforderlich: Krankengymnastik, Sprachtherapie,
Ergotherapie, neuropsychologische Therapie, ggf. auch berufliche Wiedereingliederungmaßnahmen.

Neben der Minimierung der Auslösefaktoren kann es notwendig sein, dauerhaft blutverdünnende Medikamente
einzunehmen. Die bekannten Risikofaktoren sollten ausgeschlossen bzw. minimiert werden, zum Beispiel eine
gute Einstellung eines Bluthochdruckes, ggf. eine Optimierung von Zucker- und Fettstoffwechsel. Daneben
müssen auch seltene Ursachen und Risikofaktoren erkannt und entsprechend behandelt werden.


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